
Hallo!
Kommentare und Hinweise geneigter Leser sind willkommen.
Diskussionsbeiträge, Fragen und kritische Anmerkungen können auf meinem Message Board angebracht werden.
I've never been impressed so much.
Und es geschah zu der Zeit, da das Nordlicht den orientalischen Himmel streichelte, dass die Sehnsucht der Endzeit in die Dinge fuhr:„Küss mich,” sprach zur Kippe die Lunte.
Take care, it's fall. Thank you.
Going 2 change my name this night!! NEbuddy interested in my new name??
I added some quotings on mixing up certain ethnocultural habits with Islam.
eine Fundstelle zur patriarchalischen
Überlagerung des Islam (Ehre
und
Ehrenmord, Mädchenkeuschheit
und
FGM, Jungfräulichkeit
und
Hymenwiederherstellung) zugefügt. LG, C.
Just having changed my monthly name. NEbuddy interested in my previous name?
Hi. Would N E buddy please tell me what's up with Mary Christmess?
Hi. Nice to meet you.
Es wird Zeit, dass ich mich weiterentwickele.Aber gesetzt, meine Freunde und meine Gegner kämen nicht mit mir mit, blieben als Freunde oder als Gegner der alten Johanna treu - würde es mich in solch komplizierten Verhältnissen zerreißen?
Hi Eric. Thanks for your hello. I just visited your journal. I like it. Regards, Johanna.
I
«Der Frauenausschuss der SCHURA Hamburg erklärt aus Anlass des internationalen Tages unter dem Motto "Nein zur Gewalt gegen Frauen" am 25. November [2005]:
Gewalt gegen Frauen ist eine Menschenrechtsverletzung und eine Verletzung des Artikels 1 des Grundgesetzes: "Die Würde des Menschen ist unantastbar."
Gewalt gegen Frauen ist nicht vereinbar mit der Ethik und den religiösen Geboten des Islam!»
«Die Thematisierung von Gewalt und damit das Aufbrechen eines Tabu-Themas ist eine Querschnittsaufgabe an der sich alle Männer und Frauen in den Verbänden, Vereinen, Moscheen und in der Gesellschaft zu beteiligen haben.
Alle Denkweisen, kulturelle, traditionelle Muster, religiöse verbrämte Glaubensweisen unter Missbrauch von religiösen Quellen, die als Begründungen für Gewalt gegen Frauen herangezogen werden, gilt es zu identifizieren, zu ächten und mit den Mitteln von religiöser Bildung und Erziehung zu überwinden. Es müssen Konzepte entwickelt werden, um in den Gemeinden und Verbänden einen Bewusstseinswandel zu bewirken.»
http://www.frauenseelsorge.de/pdf/presse/Frauenausschuss.pdf
[Hervorhebungen von mir, J.]
II
Islamischer Feminismus
Yaratullah Monturiol, Präsidentin der Vereinigung Junta Islamica Catalana äußerte Kritik «an der "patriarchalischen und kriegerischen Vision mancher Muslims, die die Welt zerstört". Die Frauen würden keinen neuen Islam erfinden wollen, aber Offenheit und eine "ethische Vision" einbringen. Monturiol will den Islam von innen heraus verändern und versteht den islamischen Feminismus als eine Neuinterpretation des Koran durch Frauen "mit lingustischem und theologischem Wissen", um die patriarchalischen Deutungen zu entkräften und alternative Interpretationen anzubieten. Damit soll zugleich die "islamische Orthodoxie und westliche Stereotypen" zurückgewiesen werden. Gefordert wird Gleichberechtigung auf gesetzlicher, wirtschaftlicher und politischer Ebene. Die Unterdrückung und Unterordnung sei aber nicht auf den Islam selbst zurückzuführen, sondern eben nur auf eine einseitige Auslegung des Koran und der Scharia.»
http://www.heise.de/bin/tp/issue/r4/dl-artikel2.cgi?artikelnr=21235&mode=printSiehe auch: "Muslim women denounce sexist interpretations of holy texts",
http://www.feminismeislamic.org/eng/index.htm
[Hervorhebungen von mir, J.]
III
«Der Islam wurde zu einer Zeit propagiert, in der die Welt östlich des Mittelmeers einen Umbruch erlebte. Die Gesellschaftsstruktur begann sich zu verändern. Die ursprünglich nomadische Struktur wandelte sich in eine eher bäuerliche. Kaufleute wurden immer machtvoller, und Mekka, das ehemals heidnische Heiligtum, wurde zu einem Handelszentrum. Karawanen zogen durch das Land, der Handel blühte, Städte und städtische Lebensstrukturen entwickelten sich.
In diese Zeit wurde Mohammed geboren. Er wollte eine Reformierung der Ehe und der Lebensumstände der Frauen verwirklichen. Jedoch von heute auf morgen war es nicht möglich, alles bisherige einfach ignorieren. Und so integrierte er einige vorislamische Traditionen, manche verwarf er. Er lebte in seinen Ehen das vor, was er auch von seinen Mitstreitern erwartete. Doch seine Absichten stießen schon zu seinen Lebzeiten auf Widerstand. Und nach seinem Tod konnten spitzfindige Ulemas (Juristen) seine Worte so drehen, wie sie sie verstanden haben wollten.»
http://www.bv-orienttanz.de/chorikafrau1.htm
[Hervorhebungen von mir, J.]
IV
In der ägyptischen Wochenzeitung Al-Ahram Weekly stellt der in Genf lebende marokkanische Autor und Wissenschaftler Reda Benkirane die These auf, dass traditionelles Denken nicht der eigentliche Grund für die Diskriminierung von Frauen sei. Dieses Denken diene lediglich der Legitimierung der in der arabischen Welt vorherrschenden patriarchalen Familienstrukturen. Veränderungen in der gesellschaftlichen Rolle der Frau würden sich vielmehr "Slowly but surely", so der Titel seines Aufsatzes, als Resultat von sozio-ökonomischen Bedingungen und der Modernisierung vollziehen:
«[...] Die endogame, kommunitäre Familie ist typisch für die arabisch-muslimische Welt und ein Ausdruck für die universalistische Gesellschaft ("alle Menschen sind frei, gleich und Brüder"), in der Frauen aber "Schwestern" sind, die minderwertig und auf immer von ihrem Vater, Bruder oder Onkel zu beschützen sind. [Diese Strukturen sind so fest], dass es zu Veränderungen in der gender-Frage nur dann kommt, wenn die entsprechenden Familienstrukturen durch kontingente Veränderungen wie Massenurbanisierung, Industrialisierung, Alphabetisierung und Migration transformiert werden.»
Middle East Media Research Institute, Special Dispatch, 5. April 2006
[Hervorhebungen von mir, J.]
V
Hassan Rezaie (Experte für islamisches Recht): Scharia und Gewalt gegen Frauen - Islam als Diskurs der Freiheit
«Dass Frauen in vormodernen Gesellschaften nicht die gleichen Rechte hatten wie Männer, weil Analphabetismus und Armut Frauen noch mehr trafen als Männer, ist bekannt.
Doch wie kann ein muslimischer Gelehrter diese historische Ungleichheit der Geschlechter zur Begründung dafür heranziehen, dass Frauen "von Natur aus" schwächer seien als Männer, ja dass sie fast schon den "Heerscharen des Satans" zuzurechnen seien und ihr Verstand dem männlichen unterlegen sei?»
http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-450/_p-1/i.html
[Hervorhebungen von mir, J.]
[Siehe hierzu auch meine Anfrage am Schluss dieser Zusammenstellung. J.]
VI
Halima Krausen (Theologin): "Gott hat auch weibliche Eigenschaften"
«Es ist eine Sache von Interessen und Halbwissen, wenn man chauvinistische islamische Theologie betreibt. Aber gerade die herrschte über Jahrhunderte vor, und heute können sich die meisten gläubigen Muslime nicht mehr vorstellen, dass bestimmte Koranstellen in Bezug auf Frauen ganz anders gelesen werden könnten.»
http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-296/_nr-9/_p-1/i.html
[Hervorhebungen von mir, J.]
VII
Malaysia: Muslimische Schwestern
«Die Re-Islamisierung in den vergangenen 25 Jahren hat den Islam im säkular regierten Malaysia konservativer, engstirniger und intoleranter gemacht, vor allem zu Lasten der Frauen.
"Wenn Islam als Lebensstil übernommen wird, ist der Platz der Frau das erste Schlachtfeld für alle, die ihre erneuerte Religiosität unter Beweis stellen wollen", sagt Zainah Anwar.»
«Die Muslimische Gelehrten-Vereinigung wirft der Sisters-Direktorin immer noch vor, sie mache den Islam "verächtlich" - für Muslime der schlimmste Vorwurf. Und die staatliche Religionsbehörde möchte Muslimen "ohne profundes Wissen" am liebsten verbieten, über islamische Themen zu reden. "Theokratische Diktatur!", zischen die Sisters. "Als qualifiziert gilt nur, wer die konservativen Stereotype benutzt", höhnt die Anwältin Nik Noriani Nik Badli Shah. Es sei "die Tragik" von Malaysias Islam, dass sich kaum ein Gelehrter dem konservativen Trend widersetze.»
http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-296/_nr-18/_p-1/i.html
[Hervorhebungen von mir, J.]
VIII
Iran: Feminismus im Aufwind
«Dass Frauen heutzutage nicht gleichberechtigt sind, liegt für die islamischen Feministinnen jedoch nicht am Koran, sondern daran, dass bisher nur Männer den Koran interpretiert haben. Sie hätten den Koran ausschließlich zu ihren eigenen Gunsten ausgelegt. Die islamischen Feministinnen Irans fordern deshalb eine Neuinterpretation.»
http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-296/_nr-10/_p-1/i.html
IX
«Der koranische Text geht bei der Erschaffung des ersten Menschenpaares von der absoluten Gleichheit von Mann und Frau aus.
Trotzdem hat die Frau in der islamischen Theologie einen denkbar schlechten Stand. Jüdische und christliche Vorstellungen tauchen im Gewand von Überlieferungen auf, die Mohammed zugeschrieben werden - z.B. die Überlieferung, dass die Frau aus der Rippe des Mannes erschaffen wurden sei.
Dieser angebliche Prophetenausspruch wird von vielen Muslimen als glaubwürdig eingestuft, obwohl er dem Koran klar widerspricht. Nur ein Beispiel von vielen, wie Riffat Hassan meint: "Den Koran durch die Brille der Überlieferungen - Hadithe - zu lesen, ist der Hauptgrund für die falsche Interpretation der Texte, die dann frauendiskriminierend benutzt werden."»
http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-296/_nr-6/_p-1/i.html
[Hervorhebungen von mir, J.]
X
Nehmt den Männern den Koran!
Die in Amsterdam lebende ägyptische Autorin Nahed Selim will die Interpretation des Koran nicht nur den Mullahs überlassen.
Nahed Selim: Nehmt den Männern den Koran!
Für eine weibliche Interpretation des Islam
Aus dem Niederländischen von Anna Berger/ Jonathan Krämer
Verlag: Piper, 2006
ISBN: 3-492-04893-5, Euro 19,90
XI
Hermeneutische Konstrukte im islamisch weiblichen Theologieverständnis
«Die Methode der Exegese und Hermeneutik (ta'will) göttlichen Textmaterials ist eine vieldeutige und vielschichtige, die bereits während der Verkündung einsetzte. Dies entspricht der Weite menschlichen Denkens ebenso wie der Begrenztheit unseres Denk"vermögens" andererseits. Denn nur der Schöpfer ist absolut. Diese Vielschichtigkeit führt wiederum zu einer vieldeutigen Exegese und verschiedenen Lesarten, die in ihrer Mannigfaltigkeit letztendlich unbegrenzt ist.
Das bisweilen auch absichtliche Übersehen und Überhören dieser hermeneutischen Methodik oder die eindimensionale dogmatische Auslegungstechnik, besonders in Bezug auf die Lebenswelten des Weiblichen - beschränkt den Text auf ein Minimum seiner Vielfältigkeit und tötet den kreativen qur'anischen Geist. Mit der Ausgrenzung der schöpferischen Kreativität marginalisiert dieses Verfahren den freien Geist. Meistens wird nur die patriarchale Lesart tradiert.»
Zentrum für Islamische Frauenforschung
[Hervorhebungen von mir, J.]
XII
Den weiblichen Koran entdecken
Das Kölner Zentrum für islamische Frauenförderung und Frauenforschung (ZIF) versucht, Frauen einen selbständigen Umgang mit dem Koran zu vermitteln. Sie sollen lernen, eine kritische Haltung gegenüber Aussagen zu entwickeln, die in Moscheen über Frauen im Islam verbreitet werden.
http://www.qantara.de/webcom/show_article.php?wc_c=296&wc_id=5&wc_p=1&printmode=1
[Hervorhebungen von mir, J.]
XIII
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Muslimische Frauen sehen sich zwischen zwei Fronten gestellt: den Vorwürfen der "Moderne", sich nicht energisch genug von den "frauenfeindlichen" Texten des Islams zu distanzieren, und den Forderungen der Binnengesellschaft, die gewachsenen Traditionen unhinterfragt zu bewahren. Frauenzentrierte Blicke auf die Offenbarungstexte werden beiderseits ignoriert.
Neben einer knappen Darstellung klassischer exegetischer Auslegungsmethoden zum Qur'an untersucht die Arbeit den patriarchalen Blick auf eine frauen- und gesellschaftsschädigende Auslegung am Beispiel eines Textes, durch den "familiäre" Gewalt an Frauen häufig gerechtfertigt wird. Sie zeigt den "blinden Blick" auf die geschlechteregalitären Texte der Offenbarung.
Ein Buch, nicht nur für muslimische Frauen und Männer, sondern auch für all diejenigen, die an einem vorurteilsfreien Dialog mit dem Islam interessiert sind."
Zentrum für Islamische Frauenforschung
Zentrum für Islamische Frauenforschung und Frauenförderung e.V.: Homepage
[Hervorhebungen von mir, J.]
XIV
ISLAMISCHE GLAUBENSGEMEINSCHAFT IN ÖSTERREICH
Lise J. Abid: Frauen im Islam
«Muslimische Frauen haben in den letzten Jahrzehnten begonnen, religiöse Quellen selbst zu interpretieren. Man könnte von einer "Aneignung" islamischer Frauenrechte durch die Frauen selbst sprechen. Traditionelle Rollenbilder sind dadurch ins Wanken geraten, alte Klischees stimmen oft nicht mehr. In der islamischen Welt finden gesellschaftliche Umbrüche statt, die muslimische Frau definiert sich selbst neu und differenziert. Ziel dabei ist es, die Gleichberechtigung der muslimischen Frau theologisch zu begründen und rechtlich abzusichern.»
http://www.derislam.at/islam.php?name=Themen&pa=showpage&pid=138
(Auszugsweiser Vorabdruck aus dem Buch: DIALOG DER RELIGIONEN (Hrsg. Erwin Bader), LIT-Verlag Wien)
[Hervorhebungen von mir, J.]
XV
«Feministische Koranlektüre
Aus den Befragungen ergibt sich der Eindruck, dass eine feministische Koranlektüre unter den Musliminnen weiter verbreitet ist, als die orthodoxen männlichen Wortführer glauben machen. Letztere beherrschen allerdings die öffentlichen Diskurse und verteidigen dort wortreich die ungleichen Rechte von Männern und Frauen.
Eine in dieser Richtung aktive Frauenorganisation ist das Netzwerk "Huda". In ihrer Zeitschrift wird nicht nur über die Rolle der Frau in der Moschee oder über Islam und Gewalt reflektiert, hier finden auch Fachleute deutliche Worte: Ein Psychotherapeut schreibt aus seiner Praxis über die Angst traditioneller Männer, die Kontrolle über ihre Frau zu verlieren, die sich in Gewalt, Eifersucht und im Einsperren äußert.
Über den Masochismus muslimischer Frauen, die meinen, Allah würde ihnen ihre Duldsamkeit schon lohnen, und die vielleicht noch stolz darauf sind, dass ihr Mann so "stark" ist. Über das Problem der Konvertitinnen, die ihren Freundeskreis durch die Konversion verloren haben und nun jede Tyrannei des Ehemanns mitmachen, aus Angst, mit ihm ihren letzten Halt zu verlieren.»
Heide Oestreich: Zwei Gesichter unterm Tuch
[Hervorhebungen von mir, J.]
XVI
Nahed Basheth: Die arabische Frau im 21. Jahrhundert
«Wenn Sitten und Bräuche verzerrte Vorstellungen der religiösen Lehren wiedergeben und die Gesellschaft sich ihnen beugt, bleibt die Unterdrückung bestehen. Und wenn die Medien in der Zeit der Kommunikationsrevolution weiterhin verfälschte stereotype Frauenbilder vermitteln, kann die Frau nicht um eine Stellung kämpfen, die ihren Fähigkeiten entspricht.
Ebenso ist es für die Entwicklung der Frau strategisch wichtig, dass sie sich ihrer Rechte bewusst ist. [...] Der Schlüssel zum neuen Jahrhundert liegt im Wissen und Bewusstsein. Dies sind die beiden Stützen zur Befreiung der Frau.»
http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-296/_nr-11/_p-1/i.html
[Hervorhebungen von mir, J.]
XVII
Dr. Michaela Mihriban Özelsel: Frauen im Islam - In der Tradition und heute. Betrachtungen aus kulturanthropologischer Perspektive
«Die tatkräftigen "Aishas und Zeynebs" von heute begehen keineswegs eine nostalgische Flucht in die Vergangenheit, sondern bemühen sich um eine Veränderung der Gegenwart durch das Wissen über die Vergangenheit für die Gestaltung der Zukunft. Es geht bei dem neuen Herangehen an die Quellen, wie Hofmann (1992) so treffend formuliert, "keineswegs um eine Anpassung des Qur'ans an den Zeitgeist, sondern umgekehrt um die Wiedergewinnung der von ihm gewährten Flexibilität zur Lösung aktueller Probleme."»
Dial. d. Relig. 2.jg., Heft 2, S. 154-173 ISSN 0939-5539
http://www.fro.at/sendungen/islam/mihriban.html
[Hervorhebungen von mir, J.]
XVIII
Qantara.de - Dossier Feministischer Islam
Sie berufen sich auf die Tradition: Musliminnen, die in ihrem Kampf um gesellschaftliche Emanzipation und ein modernes Rollenverständnis auf den Koran und die Geschichte des Islam zurückgreifen - auch wenn sie damit teilweise überlieferter Koraninterpretation widersprechen.
http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-296/i.html
Anmerkung zu V:
Gewissermaßen zur Übung und Demonstration: Wie könnte eine Auseinandersetzung mit einem Hadithtext aussehen, aus dem die geistigen und religiösen Defizite der Frau an sich und folglich die Abhängigkeit der Frau von männlicher Führung abgeleitet werden?
Sahih Bukhari, Volume 1, Book 6 (Menstrual Periods), Number 301:
Narrated Abu Said Al-Khudri:
Once Allah's Apostle went out to the Musalla (to offer the prayer) o 'Id-al-Adha or Al-Fitr prayer. Then he passed by the women and said, "O women! Give alms, as I have seen that the majority of the dwellers of Hell-fire were you (women)." They asked, "Why is it so, O Allah's Apostle?" He replied, "You curse frequently and are ungrateful to your husbands. I have not seen anyone more deficient in intelligence and religion than you. A cautious sensible man could be led astray by some of you." The women asked, "O Allah's Apostle! What is deficient in our intelligence and religion?" He said, "Is not the evidence of two women equal to the witness of one man?" They replied in the affirmative. He said, "This is the deficiency in her intelligence. Isn't it true that a woman can neither pray nor fast during her menses?" The women replied in the affirmative. He said, "This is the deficiency in her religion."
http://www.usc.edu/dept/MSA/fundamentals/hadithsunnah/bukhari/006.sbt.html#001.006.301Sahih Bukhari, Volume 2, Book 24 (Obligatory Charity Tax (Zakat)), Number 541:
Narrated Abu Said Al-Khudri:
On 'Id ul Fitr or 'Id ul Adha Allah's Apostle (p.b.u.h) went out to the Musalla. After finishing the prayer, he delivered the sermon and ordered the people to give alms. He said, "O people! Give alms." Then he went towards the women and said. "O women! Give alms, for I have seen that the majority of the dwellers of Hell-Fire were you (women)." The women asked, "O Allah's Apostle! What is the reason for it?" He replied, "O women! You curse frequently, and are ungrateful to your husbands. I have not seen anyone more deficient in intelligence and religion than you. O women, some of you can lead a cautious wise man astray."
http://www.usc.edu/dept/MSA/fundamentals/hadithsunnah/bukhari/024.sbt.html#002.024.541Sahih Bukhari, Volume 8, Book 76 (To make the Heart Tender (Ar-Riqaq)), Number 456:
Narrated 'Imran bin Husain:
The Prophet said, "I looked into Paradise and found that the majority of its dwellers were the poor people, and I looked into the (Hell) Fire and found that the majority of its dwellers were women."
http://www.usc.edu/dept/MSA/fundamentals/hadithsunnah/bukhari/076.sbt.html#008.076.456
In ihrem Vortrag zum Thema "Frauen im Islam", am 13.09.2004 gehalten in Wittenberg im Rahmen der Ausstellung "Dialoge eröffnen. Religionen begegnen sich", macht die Muslima Silvia Horsch an einem Beispiel deutlich, wie bedeutend und bedeutungsbestimmend das (geistige) Auge beim Verstehen doch ist:
«Ich möchte Ihnen nun an einem Beispiel zeigen, was man so alles aus einem Koranvers machen kann. Der Vers lautet auf arabisch: Ar-ridschâlu qauwamûna ’ala-n-nisâ bimâ faddalal-lahu ba’adahum ’ala ba’din. (4:34)
Und nun hören Sie verschiedene Übersetzungen. Achten Sie dabei auf die unterschiedlichen Implikationen, die sich für das Verhältnis der Geschlechter ergeben:Das Wort qauwamûna wird hier ganz unterschiedlich übersetzt:
- "Männer sind die Leiter (manager) der Angelegenheiten der Frauen, weil Allah die einen den anderen überlegen gemacht hat." (Maududi, aus dem Englischen)
- "Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat." (Rassoul)
- "Die Ehemänner tragen Verantwortung den Ehefrauen gegenüber wegen dem, womit Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat." (Zaidan)
"Männer sind die Manager von Frauen", "Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor" - das hört sich schon ganz anders an, und schließlich: "Die Ehemänner tragen Verantwortung den Ehefrauen gegenüber". Während in den vorherigen Übersetzungen eine allgemeine Aussage über Frauen und Männer getroffen wird, geht es hier nur um die Beziehung zwischen Ehepartnern.
Die verschiedenen Übersetzungen zeigen zwei unterschiedliche Sichtweisen: In einem Fall wird den Männern eine Überlegenheit den Frauen gegenüber zu gesprochen, im anderen Fall werden sie mit einer Verantwortung beladen. Zwei völlig unterschiedliche Aussagen.
Der Vers geht weiter mit der Begründung: "weil Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat." Hieraus wurde zumeist abgeleitet, dass Männer den Frauen überlegen sind, wie z.B. bei Maududi: "Allah hat die einen den anderen überlegen gemacht." Was dabei nicht berücksichtigt wird ist, dass der Koran an verschiedenen Stellen erwähnt, dass Menschen unterschiedliche Auszeichnungen erhalten: Und wünscht euch nicht das, womit Allah die einen von euch vor den anderen ausgezeichnet hat. Und dann wird von Männern und Frauen gesprochen: Den Männern kommt ein Anteil von dem zu, was sie verdient haben, und den Frauen kommt ein Anteil von dem zu, was sie verdient haben (4:32) Hier wird deutlich, dass Männer und Frauen Auszeichnungen von Gott bekommen haben. Man kann z.B. annehmen, dass die Auszeichnung der Frauen in der Fähigkeit liegt, Kinder zu bekommen, und die der Männer in ihrer größeren physischen Stärke. Welche Auszeichnungen das auch immer sind, jedenfalls können Frauen und Männer von Allah durch bestimmte Fähigkeiten und Vorzüge ausgezeichnet werden. Dieser Vers steht nur zwei Verse vor dem, um den es hier geht, und trotzdem wird er von denen, welche die Auszeichnungen nur bei den Männern sehen, nicht berücksichtigt.»
Quelle: http://www.al-sakina.de/inhalt/artikel/frauen_islam/frauen_islam.html
Übernommen von: Silvia Horsch, al-sakina.de
Interpretation des Koranverses 4:34
Wenige Koranverse haben so viele Kontroversen angeregt, wie der Vers, der nach Meinung vieler - Muslime wie Nichtmuslime - das Schlagen von Frauen erlaubt.
Anlass für das Zentrum für Islamische Frauenforschung und Frauenförderung (www.zif-koeln.de), sich in einer neuen Publikation auf knapp 100 Seiten mit diesem Vers zu beschäftigen. Die ausführliche Interpretation von 4:34 gibt zugleich die Gelegenheit, die patriarchale Koranauslegung zu hinterfragen und die Möglichkeiten aufzuzeigen, die ein hermeneutischer Umgang mit dem Text des Koran für eine geschlechtergerechte Auslegung bietet.
Das ZiF (Zentrum für Islamische Frauenforschung und Frauenförderung) erläutert 4:34 wie folgt:
“Die Männer stehen ein für die Frauen, wegen dem womit Allah die jeweils einen vor den jeweils anderen ausgezeichnet hat, und weil sie (als die wirtschaftlich Unabhängigen) aus ihrem Vermögen (Unterhalt und Versorgung) ausgeben. Darum sind loyale Frauen (Allah gegenüber) ergeben. (Sie sind) diejenigen, welche die Geheimnisse (der Ehe, was nicht öffentlich gemacht wird und Außenstehenden verborgen bleiben soll), gemäß Allahs Weisung bewahren. Und wenn ihr annehmt, dass Frauen einen Vertrauensbruch begehen, besprecht euch mit ihnen und (falls keine Veränderung eintritt) zieht euch (zunächst) aus dem Privatbereich zurück (meidet Intimitäten) und (als letztes) trennt euch von ihnen (adribuhunna). Wenn sie zur loyalen Haltung zurückkehren, so sucht gegen sie keine Handhabe (um ihnen zu schaden). Wahrlich, Allah ist erhaben, größer (als alles vorstellbare).”